Angesagt, modisch und ganz viel Tradition: Das moderne Dirndl

Das bayrische Trachtenkleid stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das „Dirn“ und später das „Dirndl“, wie das Kleidungsstück im Dialekt genannt wurde, war ursprünglich Dienstbodenkleidung in den Städten, fand aber schnell unter der einfachen Bevölkerung Verbreitung. Typisch für das Kleidungsstück war ein rundes oder rechteckig ausgeschnittenes Oberteil mit einem hoch an der Taille angesetzten Rock. Das Kleid bestand anfangs vorwiegend aus Leinen, später kamen Baumwollstoff und Seide hinzu. Schon im 19. Jahrhundert trugen die Damen ihr Dirndl mit Vorliebe auf Volksfesten oder bei öffentlichen Anlässen. Doch im 20. Jahrhundert riss die große Tradition des Trachtenkleids nach dem Ersten Weltkrieg ab. Erst in den 90er Jahren kehrte es erst ins Bewusstsein und anschließend aufs Oktoberfest zurück.

Das Dirndl im 21. Jahrhundert

Heute ist moderne Dirndl über den Status als passendes Outfit für Volksfeste hinausgewachsen. Immer mehr Frauen tragen es mit Vorliebe auch beim Spaziergehen oder als elegantes Kleid im Theater oder in der Oper. Es ist salonfähig geworden. Dafür verantwortlich zeichneten die Designer unserer Zeit, denen etwas erstaunliches gelang: Sie entwarfen moderne Dirndl, die bequem, aber doch elegant und gleichsam traditionsbewusst erscheinen. So sind die meisten der Trachtenkleider noch immer Einteiler, wie es im 19. Jahrhundert der Fall war, können aber durch geschickte Accessoires ergänzt werden. Ein typisches Beispiel sind die Kropfbänder. Das Dirndl ist heute Alltagskleidung und kann auch mit Streetwear von www.77onlineshop.de kombinierte werden. Viele Kombinationen sind heute möglich

Die geheime Sprache des Dirndls

Das Dirndl offenbarte angeblich schon im 19. Jahrhundert mehr über die Trägerin, als vielen Menschen häufig bewusst ist. Die Schleife an der Vorderseite war gleichsam ein Code: Liegt diese an der rechten Seite des Kleids, symbolisiert die Trägerin so, dass sie vergeben, verlobt oder verheiratet ist. Liegt die Schleife links, ist sie noch frei. Eine nach hinten gebundene Schleife zeigt an, dass die Trägerin noch Witwe ist, liegt sie hingegen vorne, symbolisiert dies die Jungfräulichkeit der Frau. Einige Fachleute bezweifeln, dass diese „geheime Sprache“ wirklich alt ist, doch wichtig für heute ist der Brauch auf jeden Fall, denn er wird beispielsweise auf dem Oktoberfest gepflegt.

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